Ankunft der ersten europäischen Siedler
Im Jahre 1652 landeten im Auftrag der Niederländischen Ostindien Kompanie VOC (niederl. Vereenigde Oostindische Compagnie) die ersten holländischen Siedler. Unter der Leitung von Jan van Riebeeck sollte am Kap der Guten Hoffnung eine Versorgungsstation für die Handelsschiffe auf dem Weg zwischen Europa und Südostasien errichtet werden.
In diesem Gebiet lebten die Khoikhoi, die dieses Land zur Rinderzucht nutzen. Durch die Ankunft von weiteren Holländern und französischen Hugenotten wurden die Khoikhoi bis zum 18. Jahrhundert immer mehr von ihrem Land verdrängt.
Die Siedler, die hauptsächlich Bauern und Viehzüchter waren, entwickelten bald eine eigene Sprache und Kultur. Die später als Buren (niederländisch Bauern) bekannte weiße Bevölkerungsgruppe, auch Boeren, Afrikaander und Afrikaners genannt stammen von niederländischen, französischen und deutschen Einwanderern ab. Afrikaans, eine der Amtssprachen Südafrikas, ist im Wesentlichen aus dem südniederländischen Dialekt abgeleitet, den die Siedler damals sprachen. Aus dem englischen, französischen, deutschen und aus afrikanischen Sprachen wurden Wörter übernommen, und eine selbständige Sprache mit eigenständigem Lautsystem entstand.


Ein ca. 25.000 Hektar großes Gelände in der Provinz von Gauteng nordwestlich von Johannesburg, bekannt als Cradle of Humankind (engl. für Wiege der Menschheit), ist auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen. Ein Drittel aller bislang bekannten Vormenschen-Fossilien wurden in Südafrika gefunden und belegen, dass unsere Ur-Ur-Ur-Ahnen vermutlich aus Südafrika stammen. Überreste der fossilen Knochen sind bis zu zwei Millionen Jahre alt.
Die ersten Europäer waren portugiesische Seefahrer, die auf dem Wunsch einen Seeweg nach Indien zu finden, seit Beginn des 15. Jahrhunderts Erkundungsfahrten entlang der westafrikanischen Küste unternahmen und dabei immer weiter nach Süden vordrangen. Im Jahre 1485 erreichte der Portugiese Diego Cao nördlich von Swakopmund die Küste Südwestafrikas (heutiges Namibia) und errichtete dort ein Kreuz (das Kreuzkap). Drei Jahre später landete Bartolomeu Diaz im späteren Walfischbaai, danach in der heutigen Lüderitzbucht und umsegelte anschließend das „Kap der Stürme“, das bald in Kap der Guten Hoffnung umbenannt wurde. Er segelte weiter bis zur Mündung des Grosses Fischflusses, der späteren Mossel Bay. In den Jahren 1497 bis 1499 reiste Vasco da Gama um das Kap und stellte ebenso wie Diaz an mehreren Stellen der Küste Kreuze auf.
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