Golfer’s Paradies Südafrika
CaddiesAnders als beispielweise in Thailand, wo auf praktisch jedem Platz ein Caddy engagiert werden muss, ist dies in Südafrika auf immer weniger Plätzen Pflicht. Aus der Sicht der Arbeitsbeschaffung mag das schlecht sein, auf der anderen Seite hat längst nicht jeder Golfer das Bedürfnis, einen «Sackträger» bei sich zu haben. Man muss allerdings einwenden, dass es viele Caddies gibt, die ihr Handwerk verstehen und einem auf der Runde viele nützliche Tipps geben können. Besonders das Lesen der Puttlinie ist auf den meist schnellen Grüns hilfreich.
Nachtrag zum Caddy-Lohn: Mit ZAR 150 pro Runde verdient ein Caddy mehr als ein Bauarbeiter, eine Hausangestellte oder eine Reinigungskraft am ganzen Tag! CartsAuf vielen Golfplätzen ist das Mieten eines Carts Pflicht, denn die Wege sind oft lang und steil (Simola, Pezula, Pinnacle Point). Aber auch auf einfach zu begehenden Plätzen sind die Südafrikaner oft per Cart unterwegs – aus Bequemlichkeit und nicht etwa, weil sie es aus körperlichen Gründen nicht mehr schaffen würden. Die Miete eines Carts für 18 Löcher kostet so um die ZAR 200-300. Handicaps
Zählen des ScoresWas bedeutet es, wenn ein Spieler nach dem Einlochen: «fourtytwo» oder «fiftyone» sagt? Es bedeutet, dass er eine 4 gespielt hat, was aufgrund seiner Vorgabe 2 Stablefordpunkte ergibt. Wenn er «fifty» sagt oder «five ring», bedeutet das einerseits, dass er keinen SF-Punkt mehr erhält, anderseits, dass er auf seiner Scorekarte ein 5 schreibt, selbst wenn er 6 oder 7 gespielt hat. In Europa werden zur Bestimmung des Handicaps die Turnierresultate in Stableford umgerechnet, auch Runden von Zählwettspielen (stroke play). Eine 10 der 12 wird vom System auf einen Wert reduziert, der einem Strich (bei SF) entspricht. Das heißt nun aber, dass der Südafrikaner für eine 7 an einem Par 4, an welchem er einen Schlag hat, eine 6 (Ring) notiert, der Europäer hingegen eine 7. Aufgrund dieses Unterschiedes in der Zählweise müssten die Südafrikaner (oder die Europäer, die längere Zeit in Südafrika spielen) tiefere Handicaps haben. Dass dem nicht so ist, mag auf die schwierigeren Bedingungen zurückzuführen sein, sicher aber auf die unterschiedliche Bestimmung des Handicaps (siehe dort). |
Golfplätze inWestern Cape: Eastern Cape: Kwazulu-Natal: Gauteng: Pretoria Die obige Liste wird Es gibt in Südafrika sehr viele 9-Loch-Golfplätze. Die Informationen werden Ihnen zur Verfügung gestellt vom House Bienvenue in Herolds Bay. |
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Man sollte deshalb nicht in Südafrika golfen, ohne wenigstens einmal einem Caddy die Chance gegeben zu haben, seine Fertigkeit unter Beweis stellen zu können. Die Südafrikaner selber leisten sich oft auch deshalb keinen Caddy, weil sie es sich schlicht nicht leisten können (oder wollen). Bei Monatslöhnen von ZAR 10000 für Krankenschwestern, Polizisten oder Lehrer sind die Caddyfee (inkl. Trinkgeld) von ZAR 150 bis 250 eben kein Pappenstil. Golf ist in Südafrika mehr Volkssport als in Europa und wird nicht nur von einem Prozent der Bevölkerung gespielt.
In Südafrika geben die Spieler das Resultat jeder gespielten Runde in den Computer im Clubhaus ein (wie in den USA). Anders als in Europa will der Südafrikaner kein möglichst tiefes Handicap haben. Die Berechnung erfolgt nach einem einfachen Schema: Von den besten 10 Resultaten der letzten 20 gespielten Runden wird der Durchschnitt genommen, davon 96 % ergibt das Handicap. Es gibt keine «Buffer Zone» wie bei der EGA. Ende Monat werden die Handicaps revidiert. Dieses kann aber auch während des Monats herabgesetzt werden, wenn eine besonders gute Runde gespielt worden ist. Jeder kann auf www.handicaps.co.za - Lookup Golfer sehen, wer, wo, wie gut (oder schlecht) gespielt hat.
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