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Gesundheit in Südafrika

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Südafrika ist insgesamt sehr gut. In den Städten und vielen größeren Ortschaften gibt es Privatkrankenhäuser mit europäischem Niveau. Die staatlichen Krankenhäuser sind oft überlaufen, und durch Budget-kürzungen ist die Versorgung nicht immer ausreichend gewährleistet. In den ländlichen Gegenden ist die ärztliche Versorgung auch eingeschränkter als in den Städten.

In der sogenannten Pharmacy (oder "Apteek") bekommen Sie unter anderem alle gängigen Medikamente, Verbandsmaterial, Insektenschutz- und Sonnenschutzmittel. Ebenso erhalten Sie in fast allen Supermärkten und Drogerien rezeptfreie Medikamente (z.B. Kopfschmerztabletten, Erkältungsmittel, etc.) sowie Insektenschutz- und Sonnenschutzmittel, Verband-material, Pflaster und Desinfektionsmittel.

Wir empfehlen den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese wird allerdings hier nicht anerkannt, und eine Behandlung erfolgt nur gegen Vorauskasse (bar oder Kreditkarte). Lassen Sie sich einen Beleg und die Rechnung geben. Sie können die Kosten dann hinterher mit Ihrer Versicherung abrechnen. Viele Versicherer verlangen, dass die Diagnose auf der Rechnung eindeutig zu erkennen ist. Diese sollte in englischer Sprache erfolgen.

Pflichtimpfung

Es gibt keine Pflichtimpfungen für die Einreise nach Südafrika. Ausnahme, wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet (z. B. aus Nachbarländen) einreisen, dann ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Diese gilt für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr.

Empfehlungen

Überprüfen Sie Ihre Standardimpfungen und Schutzimpfungen in Ihrem Impfbuch und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über ggf. notwendige Auffrischungen.

Schutzimpfungen

  • Tetanus
  • Diphtherie und Polio
  • ggf. Keuchhusten (Pertussis)
  • Mumps
  • Röteln
  • Masern
  • Influenza (Grippeschutzimpfung)

Reiseimpfungen

  • Hepatitis A
  • bei Langzeitaufenthalt gegebenenfalls auch
    Hepatitis B, Typhus und Tollwut

Gesundheitshinweise

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich der blutsaugenden, nachtaktiven Anopheles-Mücke. 85% der Malariafälle in Südafrika ist die gefährliche Malaria tropica, die unbehandelt bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen kann. Beachten Sie, dass ein Ausbruch der Erkrankung auch noch Wochen oder Monate nach Ihrem Aufenthalt in einem Malariagebiet erfolgen kann. Bei Auftreten von Fieber und Grippesymptomen sollten Sie deshalb unbedingt Ihren Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hinweisen.

Risikogebiete für Malaria:

Hohes Risiko besteht im Osten von Mpumalanga einschließlich der Nationalparks, in den Küstengebieten im Norden und Osten von KwaZulu-Natal, im Tiefland im Norden und Osten der Nord-Provinz.

Mittleres Risiko besteht im Osten von KwaZulu-Natal.

Kein Risiko besteht in den übrigen Landesteilen.

Touristische Hauptgebiete sind hierbei besonders der Krügerpark und die nördliche Küstenebene der Provinz KwaZulu-Natal.

Empfehlungen:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung
    (lange Hosen, lange Hemden, Socken).

  • Schützen Sie unbedeckte Körperstellen durch Mückenschutzmittel, besonders in den frühen Abendstunden, nachts und am frühen Morgen,
    da die Anopheles-Mücke dämmerungs- und
    nachtaktiv ist.

  • Schlafen Sie ggf. unter einem Moskitonetz.

  • Halten Sie Fliegengittertüren und Moskitoschutz
    an Fenstern geschlossen.

Für die Malariaprophylaxe gibt es verschiedene ver-schreibungspflichtige Medikamente. Nebenwirkungen, Unver-träglichkeiten mit anderen Medikamenten und die persönliche Anpassung sollten Sie unbedingt vor Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprechen.

HIV / AIDS

Schätzungsweise 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Südafrika ist mit dem HIV / AIDS Virus infiziert. Bei ungeschützten sexuellen Kontakten, Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht ein hohes HIV-Ansteckungsrisiko!

Tuberkulose

Bedingt durch die Immunschwäche von HIV-Infizierten kommt es häufig zu Ko-Infektionen mit Tuberkulose. Eine Gefahr der Ansteckung über Tröpfcheninfektion besteht allerdings nur in entsprechenden medizinischen Einrichtungen und durch längeren Aufenthalt in beengten Wohnräumen mit Tuberkulosekranken.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Die im Nachbarland Zimbabwe ausgebrochene Cholera-epidemie hatte auch in Südafrika einige Choleraerkrankungen zur Folge. Eine Gefahr für eine Choleraepidemie für Südafrika besteht nicht mehr. Risikoreisende können sich durch eine Choleraschutzimpfung schützen. Hierzu wird eine Beratung durch einen Tropenmediziner empfohlen.

Durchfallerkrankungen können häufig durch Beachten ein-schlägiger Hygieneregeln vermieden werden:

  • Trinken Sie Wasser nur, wenn der Ursprung des Wassers sicher ist (Mineralwasser aus Flaschen oder gefiltertes, abgekochtes Wasser)
  • Leitungswasser in großen Städten gilt als gesundheitlich unbedenklich – fragen Sie im Zweifel Ihre Gastgeber.
  • Vermeiden Sie Eiswürfel in Getränken, außer sie wurden aus abgekochtem oder gefiltertem Wasser hergestellt.
  • Nahrungsmittel sollten vor dem Verzehr gekocht, geschält und / oder mit abgekochtem Wasser gewaschen sein.
  • Halten Sie Fliegen und andere Insekten von Ihrem Nahrungsmitteln fern.
  • Reinigen Sie Ihre Hände mit Seife oder Einmaltüchern, bevor Sie Lebensmittel anfassen und verzehren.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Schistosomiasis oder Bilharziose ist eine Wurmkrankheit, die in warmen Binnengewässern, vor allem stehenden Gewässern verbreitet ist. Hier leben Schnecken, die als Zwischenwirt dienen. Freigesetzte Larven dringen bei Kontakt mit verunreinigtem Wasser durch die Haut ein und wandern über Lymph- und Blutgefäße in die Leber, um sich dort weiter-zuentwickeln. Gefahr besteht beim Baden in offenen Süßwassergewässern in der Provinz Mpumalanga, KwaZulu-Natal, Nord-Provinz und östlichen Kapprovinz bei Port Elizabeth.

Haftungsauschluss:

Bitte beachten Sie, dass dies nur allgemeine medizinische Informationen und Hinweise sind, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit keine Haftung übernommen wird. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich! Sprechen Sie deshalb vor Ihrer Reise mit Ihrem Arzt oder dem Tropeninstitut.